Köfer sieht Innenminister Nehammer aus Sicht der Bevölkerung als „untragbar“

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„Was muss noch passieren, bis der völlig überforderte ÖVP-Innenminister Karl Nehammer seinen Hut nimmt?“ Diese berechtigte Frage stellt Gerhard Köfer. Der Team Kärnten-Chef stuft einen Rücktritt Nehammers inzwischen als „alternativlos“ ein: „Ganz Österreich wurde in den vergangenen Tagen Zeuge eines Multiorganversagens, das bei Nehammer seinen Ursprung fand. Er war nicht in der Lage, eine lückenlose Zusammenarbeit, Koordination und Kommunikation zwischen den Behörden sicherzustellen und hatte nicht einmal die Größe, eigene Fehler und Fehler in seinem politischen Verantwortungsbereich einzugestehen. Vielmehr hat der ehemalige ÖVP-Generalsekretär keine Chance ungenützt gelassen, sich bei anderen abzuputzen, egal ob bei seiner Regierungskollegin Zadic, bei seinem Amtsvorgänger Kickl oder hausintern. Das ist bedeutend zu wenig.“

Köfer sieht eine Gefahr für die Sicherheit in Österreich, wenn Nehammer das Amt des Innenministers weiter bekleidet: „Ich fordere, dass Kanzler Kurz hergeht und einen echten, unabhängigen Experten als Innenminister einsetzt. Nur so kann auch eine lückenlose Aufklärung des Versagens der vergangenen Woche sichergestellt werden.“ Die Kette an Verfehlungen reichen von hinterfragenswerten Doppelstaatsbürgerschaften, über Schwerverbrecher, die unbehindert Munition kaufen können, bis hin zu fatalen Pannen bei den Ermittlungen, so Köfer: „Das Maß ist voll. Nehammer ist aus der Sicht der Bürger untragbar.“ Köfer fügt zudem hinzu, dass die Kritik der FPÖ aufgrund der Vorgänge unter Schwarz/Türkis-Blau wenig glaubwürdig erscheint: „Die FPÖ wäre gut beraten, zuerst vor der eigenen Türe zu kehren. Selbiges empfehle ich auch jenen, die in Österreich für Deradikalisierungs-Maßnahmen die Verantwortung tragen.“

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