Hackerangriff auf das Land Kärnten muss auf allen Ebenen aufgeklärt werden

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Team Kärnten-Chef Bürgermeister Gerhard Köfer drängt in Bezug auf den Hackerangriff auf das Land weiter auf vollständige Aufklärung und wird sich dieser auch im Landtag widmen: „Im Rahmen der Fragestunde der Landtagssitzung am Donnerstag werden wir diese Cyber-Attacke bereits zum Thema machen, zudem gibt es einen ganzen Fragenkatalog unserer Fraktion an den zuständigen Landeshauptmann.“ Köfer sieht eine erkleckliche Anzahl an offenen Fragestellungen: „Dass das Land irgendwelche Zertifikate nicht schützen, haben wir seit Wochen miterleben können. Es ist zu klären, ob es bis jetzt eine Leitlinie gegeben hat, wie bei Angriffen bzw. bei verdächtigen Entwicklungen oder Mails genau vorgegangen wird. In größeren Unternehmen, Beispiel ÖBB, sind diese Handlungsanleitungen gang und gäbe. Es ist auch zu klären, inwiefern das Land gegen solche Angriffe versichert ist. Wie gut war das Land wirklich vorbereitet – das ist die zentrale Frage.“

Ein weiterer spannender Punkt ist die personelle Ausstattung der IT-Abteilung: „Bereits seit dem Vorjahr hat das Land einen Chief Digital Officer gesucht. Der neue IT-Chef hat allerdings erst vor wenigen Tagen den Job angetreten, Wochen nachdem sein Vorgänger in Pension gegangen ist. All das wirkt sich unprofessionell und nicht strukturiert. Bei der IT-Abteilung handelt sich um ein Herzstück der Verwaltung“, so Köfer, der auch der weiteren Entwicklung sorgenvoll entgegenblickt: „Ausgerechnet während der Pressekonferenz wurden neuen Daten-Leaks angekündigt. Das Ende der Amtsverschwiegenheit haben sich die Bürger gänzlich anders vorgestellt.“

Köfer fordert die Landesregierung mit LH Kaiser an der Spitze auf, umfassende Transparenz zu leben und auf vollständige Information zu setzen: „Das Vorgehen der vergangenen Tage wirkte eher nach Desinformation und Ablenkung. Das muss sich schleunigst ändern. Es geht auch um das Vertrauen in die Landesverwaltung. Kaiser wäre gut beraten, Klartext zu sprechen und nicht mit irgendwelchen Forderungen an die Landeshauptleutekonferenz von den eigentlichen Problemstellungen abzulenken.“

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