Warum darf Corona-positiv getestetes Krankenhaus-Personal weiterhin mit Patienten arbeiten?

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„Mitarbeiter der KABEG dürfen, obwohl sie positiv getestet wurden, aber keine Symptome haben, ernsthaft weiter in den Krankenhäusern und am Patienten arbeiten. Das passiert auf freiwilliger Basis und unter Verwendung einer so genannten FFP3-Maske.“ Diese eigenartige Praxis hinterfragt Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer nach mehreren vertrauensvollen Gesprächen mit KABEG-Insidern. „Nicht auszudenken, wenn es dadurch zu Ansteckungen kommt. Ein Restrisiko kann nicht ausgeschlossen werden und viele Patienten sind über diese Vorgehensweise in Sorge. In vielen Alters- und Pflegeheimen werden positiv getestete Mitarbeiter sofort abgesondert. Auch Normalbürger ohne Symptome aber mit positivem Testergebnis müssen zehn Tage in Quarantäne und dürfen nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren“, führt Köfer aus.

Anstatt Covid-positive Personen weiter arbeiten zu lassen, fordert Köfer neuerlich, Pflegeschüler, die ihre Ausbildung noch nicht ganz beendet haben, vorzeitig abschließen zu lassen und zur Unterstützung in die Krankenhäuser aber auch in die Alters- und Pflegeheime, wo ebenfalls chronische Personalknappheit herrscht, zu schicken. Köfer unterstützt mit diesem Vorschlag auch die Forderung von Primar Rudolf Likar. Ihm, Köfer, wurde zudem zugetragen, dass im Gegensatz zu anderen Trägern im Krankenanstalten-Bereich bei der KABEG das Personal keinen regelmäßigen Corona-Testungen unterzogen wird: „Das wäre ein grober Missstand, der dramatische Konsequenzen haben könnte. Die zuständige Gesundheitsreferentin muss unverzüglich tätig werden.“

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