Klare Worte findet Team Kärnten-Chef Bgm. Gerhard Köfer zum „Tag der Arbeit“: „Es bringen uns ideologisch aufgeheizte Debatten über die Arbeitszeit, egal ob die absurde Forderung von SPÖ-Chef Babler nach einer 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich oder jene nach 41 Wochenstunden ohne Zuschläge von Seiten der ÖVP bzw. der Industriellenvereinigung überhaupt nicht weiter. Viel mehr muss es in Österreich darum gehen, die Arbeitnehmer steuerlich zu entlasten und ihnen mehr Netto vom Brutto zu lassen. In der gesamten EU wird Arbeit nur in zwei Staaten stärker belastet als in Österreich.“ Köfer fordert, dass den Arbeitnehmern mehr von den für die Unternehmen hohen Arbeitskosten bleiben muss. „Viele Arbeitnehmer verdienen zu wenig und das nicht deshalb, weil das Unternehmen ihnen zu wenig zahlt, sondern weil die Steuern auf Arbeit viel zu hoch sind.“ Ebenfalls solle sich Vollzeitarbeit mehr lohnen, so Köfer: „Viele Arbeitnehmer verzichten aufgrund der höheren Abgaben auf mehr Arbeitsstunden und ein höheres Beschäftigungsausmaß. Das ist angesichts des Fach- und Arbeitskräftemangels ein massives Problem für den Wirtschaftsstandort und den Wohlstand.“
Anstatt von Seiten der SPÖ, ÖVP und der Gewerkschaft Scheindiskussionen über Forderungen zu führen, die niemals Realität werden, müsse es darum gehen, dass sich Leistung wieder lohnt, betont Köfer: „Arbeit sollte mit Lebenssinn, Zufriedenheit und Stolz verbunden sein ebenso wie mit der Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es kann nicht sein, dass die Arbeitslöhne der Mittelschicht aberwitzig hoch besteuert werden. Eine steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit ist eine essenzielle Maßnahme, die auf Bundesebene umgesetzt werden muss. Ebenfalls gilt es, Vollzeitarbeit stärker zu belohnen, beispielsweise durch ein eigenes Bonusmodell, und auch Überstunden steuerlich stärker zu entlasten.“ Allgemein appelliert Köfer anlässlich des 1. Mai zu mehr Gemeinsamkeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern: „Gerade heute sitzen beide Gruppen im selben Boot. Ohne engagierte Mitarbeiter ist kein Unternehmen überlebensfähig und ohne gute Arbeitgeber mit Ideen und Visionen gibt es keine Arbeitsplätze.“