Als reine Symbolpolitik bezeichnet Team Kärnten-Chef Bgm. Gerhard Köfer das von der Bundesregierung beschlossene Social-Media-Verbot bis 14 Jahre: „Wie wir beispielsweise aus Australien wissen, gibt es Möglichkeiten, das Verbot zu umgehen. Auch die Kontrollierbarkeit der neuen Maßnahme ist völlig offen. Wirklich wirksamer Schutz unserer Kinder und Jugendlichen passiert mit effektiver Medienbildung und Befähigung und nicht mit Ausgrenzung. Das hat auch die anerkannte Kinder- und Jugendanwältin Johanna Fellinger kürzlich klargestellt.“ Anstatt immer pauschal auf Verbote zu setzen, brauche es einen massiven Ausbau und eine Stärkung der Medienbildung in allen Schultypen, verlangt Köfer, der auch die Eltern stärker ins Boot holen möchte.
Wie Köfer darüber hinaus betont, bestehen bezüglich eines Social-Media-Verbots bis 14 Jahre auch massive rechtliche Bedenken: „Ein Verbot mittels eines nationalen Gesetzes greift nur für hierzulande ansässige Plattformen, die es de facto gar nicht gibt und die Identifizierungspflicht verstößt gegen die DSA-Leitlinien für den Schutz Minderjähriger. Das großspurig angekündigte Verbot ist somit nicht mehr als ein wirkungsloser politischer PR-Gag und eine Scheinaktivität.“