In einer Reaktion auf das Gespräch zwischen Vertretern der Landesregierung und der Bundesregierung fordert Team Kärnten-Chef Bgm. Gerhard Köfer, dass unser Bundesland von der VP/SP/NEOS-Bundesregierung nicht länger stiefmütterlich behandelt werdend darf: „Egal ob Plöckenpass, Güterbahntrasse für den Zentralraum oder ogistikzentrum Fürnitz: Bei all diesen Projekten geht seit Jahren nichts weiter. Kärnten verharrt in der Rolle des Bittstellers.“
Köfer vermisst im Dialog zwischen Land und Bund auch zwei wichtige Themen: „Im Sozialbereich baucht es die Einführung der Kindergrundsicherung. Kärnten wäre als Modellregion bestens geeignet. Es gibt auch dementsprechende Beschlüsse, die ich im Landtag erwirkt habe.“ Auch die Forderung nach mehr Medizinstudienplätzen sei für Kärnten essenziell: „Wir erleben einen gravierenden Ärztemangel, der Hausärzte, Fachärzte und Spitalsärzte gleichermaßen betrifft. Die Ausweitung der Anzahl an Studienplätzen für das Medizinstudium, verbunden mit einer Lockerung der Zugangsbeschränkungen, muss dringend verfolgt werden. Es geht um die zukünftige Versorgung.“ Köfer appelliert, mehr junge Menschen Medizin studieren zu lassen: „Wir brauchen sie in so vielen unterschiedlichen Bereichen in Kärnten.“
Das Team Kärnten werde grundsätzlich nicht akzeptieren, dass Kärnten weiterhin als das ungeliebte Stiefkind des Bundes behandelt wird, ergänzt Köfer: „Vor allem SPÖ und ÖVP sind in der Pflicht, ihre Drähte zum Bund zu nützen und sich einzubringen. Es ist dies auch ein Test, welchen Stellenwert die Landesregierung bei den Parteifreunden in der Bundesregierung hat.“ Köfer kündigt zudem an, genauestens darauf zu achten, welche der 50 Punkte umfassenden „Bund-Kärnten-Agenda“ wirklich realisiert werden und wird dafür auch das Mittel der Anfrage im Landtag nutzen.