„Es braucht nach wie vor Maßnahmen, um die Chancen der Koralmbahn nützen zu können“, betont Team Kärnten-Chef Bgm. Gerhard Köfer anlässlich der Inbetriebnahme und der dementsprechenden Feierlichkeiten in beiden Bundesländern: „Bisher sind von Seiten der SP/VP-Landesregierung eigentlich nicht mehr als Absichtserklärungen, Lippenbekenntnisse und Überschriften zu vernehmen, gleichzeitig aber sehr wenige Umsetzungsschritte zu sehen.“ Köfer spricht in diesem Zusammenhang beispielsweise fehlende Betriebsansiedlungen an, auch die Großchance Logistik im Zusammenspiel mit Fürnitz wurde bis jetzt noch nicht entscheidend genutzt.
Zudem merkt Köfer an, dass noch viel stärker bewusst gemacht werden muss, dass die Koralmbahn in beide Richtungen fährt: „Die Uni Klagenfurt muss beispielsweise vermehrt Alleinstellungsmerkmale entwickeln, um für Studierende, auch aus anderen Bundesländern, interessanter zu werden. Es braucht auch Modelle, insbesondere im Lavanttal und im Bezirk Völkermarkt, um hier Menschen anzuziehen und ihnen attraktive Wohnmöglichkeiten zu bieten.“
Auch die Herausforderung Bahnlärm im Zentralraum müssen offen angesprochen werden, so Köfer, der forcieren möchte, dass von der Koralmbahn ganz Kärnten etwas hat: „Von der neuen Strecke profitieren die Bezirke Wolfsberg, Völkermarkt und der Zentralraum, aber Kärnten endet nicht in Villach. Es muss darum gehen, Kärnten als einen gesamten, gemeinsamen Wirtschaftsraum zu sehen und auch die peripheren Gebiete zu bewerben: Gerade Oberkärnten muss stärkere Berücksichtigung finden.“