„Die öffentlich gewordenen Enthüllungen über systematische Misshandlungen im SOS-Kinderdorf Moosburg sind zutiefst verstörend und moralisch in höchstem Maße verwerflich. Die berichteten Taten, darunter körperliche Gewalt, das bewusste Wegsperren von Kindern sowie abscheuliche sexuelle Übergriffe, stellen nicht nur gravierende Verbrechen dar, sondern einen schwerwiegenden Verrat an besonders schutzbedürftigen Mitgliedern unserer Gesellschaft“, betont Team Kärnten-Chef Bgm. Gerhard Köfer in einer Reaktion.
„Die dokumentierten Geschehnisse sind Ausdruck einer zutiefst gestörten Machtstruktur, in der Schutzbefohlene über Jahre hinweg entmenschlicht, traumatisiert und ihrer Würde beraubt wurden. Dass dies innerhalb einer Einrichtung geschehen konnte, deren ureigener Auftrag der Schutz, die Fürsorge und die Entwicklung junger Menschen ist, verschärft die Dimension dieser Taten erheblich. Hier wurden nicht nur Gesetze gebrochen, sondern ethische Grundprinzipien mit Füßen getreten“, hält Köfer in aller Entschiedenheit fest.
Solche Vorgänge dürfen nicht unbeantwortet bleiben, so Köfer: „Es braucht nicht nur eine lückenlose strafrechtliche Aufarbeitung, sondern auch die schonungslose Aufklärung institutioneller und behördlicher Versäumnisse. Die Frage nach der Verantwortung zieht sich durch mehrere Ebenen.“ Dass die Ergebnisse der vom SOS Kinderdorf selbst in Auftrag gegebenen Studie nicht öffentlich gemacht wurden, wirft zusätzlich ein erschreckendes Licht auf die gesamte Causa, so Köfer. „Hier braucht es nicht bloß symbolische Empörung, sondern konkrete juristische, politische und gesellschaftliche Konsequenzen. Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Wer Kinder schützt, schützt die Zukunft. Wer Kinder misshandelt, zerstört sie und damit auch das Fundament unserer Menschlichkeit.“