„Es kreißte der Berg und gebar eine Maus.“ So fasst Team Kärnten-Chef Bgm. Gerhard Köfer die Ergebnisse der Reformpartnerschaft zwischen Bund, Land und Gemeinden zusammen: „Riesigen Ankündigungen und detailreichen Strategiepapieren folgte nun ein winziges Ergebnis, das aus teilweise minimalen Änderungen und Überschriften besteht. Von einer Staatsreform, die diesem Titel auch gerecht wird, sind wir Lichtjahre entfernt.“ Insbesondere enttäuscht zeigt sich Köfer bei den Ansätzen im Gesundheitsbereich: „Hier ist man nicht bereit, das unüberblickbare Mikado-Spiel bei Finanzierung und Verantwortung zu lösen und setzt auf einige wenige Schritte, die schon längst selbstverständlich sein sollten, wie der Ausbau der Primärversorgung.“
Im Bildungsbereich sieht Köfer mit den einheitlichen Standards in der Elementarpädagogik eine Forderung des Team Kärnten als erfüllt an, vermisst aber gleichzeitig auch hier grundlegende Veränderungen: „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel im Bildungsbereich, der die Schüler in den Mittelpunkt rückt und nicht die Bildungsverwaltung sowie Gewerkschafts- und Parteiinteressen. Durch die Reform sollen die parteipolitisch dominierten Bildungsdirektionen, die sich bis jetzt kaum bewährt haben, noch gestärkt werden. Ob das der richtige Schritt in die Zukunft ist, darf getrost bezweifelt werden.“