Team Kärnten-Chef Bgm. Gerhard Köfer sieht die Kritik seiner Bewegung an der Finanzpolitik des Landes durch den aktuellen Bericht des Landesrechnungshofes zum Rechnungsabschluss 2025 klar bestätigt: „Der Landesrechnungshof legt schwarz auf weiß dar, was wir seit Langem aufzeigen: Kärnten hat weiterhin die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer. Die Schulden sind von 7.084 2025 auf 7.563 Euro pro Kopf gestiegen. Diesen Schuldenrucksack trägt jeder Kärntner, vom Baby bis zum Pensionisten.“ Besonders alarmierend sei der negative Nettofinanzierungssaldo von über 301 Millionen Euro sowie die freie Finanzspitze von minus 123,6 Millionen Euro: „Das heißt im Klartext, dass nach der Schuldentilgung kein Spielraum für echte Investitionen bleibt. Kärnten lebt nicht aus eigener Kraft, sondern immer stärker auf Kosten der Zukunft.“
Für Köfer stehe fest, dass die Landesregierung vor echten Reformen nicht länger davonlaufen könne: „Kärnten leistet sich Strukturen, die nicht mehr finanzierbar sind. Gleichzeitig drücken Altlasten und steigende Zinsen immer stärker auf das Budget. Wer jetzt weiter schönredet, gefährdet die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“ Reformbedarf sieht Köfer vor allem bei Verwaltung, Personal, Eigenwerbung und Förderwesen: „Es geht nicht darum, bei den Bürgern zu sparen. Es geht darum, dort anzusetzen, wo Geld versickert, Doppelgleisigkeiten bestehen und parteipolitische Überlegungen wichtiger sind als wirtschaftliche Vernunft.“
Auch die kommenden Belastungen bedingt durch die demographische Entwicklung sowie die dynamischen Kostensteigerungen bei Pflege und Gesundheit müssen stärker betrachtet werden: „Wenn Kärnten schon heute keinen finanziellen Spielraum mehr hat, wird die Lage morgen noch schwieriger. Der Landesrechnungshof liefert harte Fakten. Und diese Fakten bestätigen unseren Kurs: Kärnten braucht eine ehrliche Budgetpolitik, eine echte Ausgabenbremse und Reformen, die diesen Namen auch verdienen.“
Handlungsbedarf bestehe laut Köfer auch bei der Buchhaltung des Landes: „Die enorm hohe Anzahl an Mängeln sind ein Warnsignal, das nicht ignoriert werden darf.“