Pflegenotstand wird immer offenkundiger

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„Angesichts der Meldungen über einen Aufnahmestopp in ein Pflegeheim in Kärnten, weil zu wenig Personal vorhanden sei, müssten bei den Verantwortlichen in der Landesregierung die Alarmglocken schrillen“, sagt Team Kärnten-Chef Bürgermeister Gerhard Köfer, der seit Jahren gebetsmühlenartig vor einem eklatanten Mangel an Pflegekräften und einem auch damit verbundenen Pflegenotstand in Kärnten warnt: „Dieser wird aktuell immer offenkundiger. Man hat es von Seiten der Landesregierung seit Jahren verschlafen und verabsäumt, ein breitflächiges Ausbildungsangebot zu entwickeln. Dazu zählt aus unserer Sicht auch zweifelsfrei die Pflegelehre, vor der man sich insbesondere von SPÖ-Seite her seit Jahren verwehrt. Nicht einmal einen Pilotversuch hat man bisher zugelassen, obwohl es in anderen Ländern sehr gute Erfahrungen damit gegeben hat.“ Köfer pocht weiter auf die Einführung dieses Modells.

Auch die Ausbildungskosten, Stichwort Schulgeld, seien, so Köfer weiter, viel zu hoch: „Das stellt ein absolutes Hemmnis dar, diese wichtige Ausbildung zu machen. Die Ausbildungskosten müssen endlich im gesamtgesellschaftlichen Sinne abgeschafft und die Ausbildung damit attraktiver werden.“ Ebenfalls führe laut Köfer kein Weg daran vorbei, die Gehälter von Pflegekräften in Heimen an jene in den Spitälern anzupassen: „Hier herrscht ein gravierender Unterschied, der dafür sorgt, dass Pflegekräfte nicht in den Heimen arbeiten wollen. Dieser Missstand muss politisch behoben werden.“

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