Neuer Bezirkshauptmann Feldkirchen – TK-Chef Köfer sieht „schiefe Optik und politischen Beigeschmack“

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Mit deutlichem Unverständnis reagiert Team Kärnten-Chef Bgm. Gerhard Köfer auf den Regierungsbeschluss, den bisherigen Büroleiter des Noch-Landeshauptmannes zum Bezirkshauptmann von Feldkirchen zu bestellen: „Gerade bei so wichtigen Funktionen muss jeder Anschein einer politischen Versorgung vermieden werden. Wenn ausgerechnet der engste Mitarbeiter des Landeshauptmannes diesen Posten erhält, bleibt unweigerlich ein schaler Beigeschmack.“

Auch der Zeitpunkt der Entscheidung wirft für Köfer Fragen auf: „Dass diese Personalentscheidung wenige Tage vor der Amtsübergabe von LH Kaiser an Daniel Fellner getroffen wird, sorgt zusätzlich für eine schiefe Optik. Die Menschen haben ein feines Gespür dafür, wenn politische Freunde versorgt werden.“ Für Köfer gilt bei Postenbesetzungen eine klare Grundregel: „Entscheidend muss immer sein, was jemand kann und nicht, wen jemand kennt. Den neuen Bezirkshauptmann werde ich selbstverständlich fair und objektiv an seiner Arbeit messen. Aber die Art und Weise dieser Entscheidung hinterlässt leider Fragen.“

Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen über politische Postenbesetzungen fordert Köfer erneut eine unabhängige Objektivierungsanwaltschaft, an die sich Bewerber und Whistleblower wenden können: „Nur durch echte Transparenz und Kontrolle lässt sich verhindern, dass wichtige Funktionen den Eindruck politischer Gefälligkeiten erwecken.“

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