Nach dem aktuellen Bericht des Landesrechnungshofes zu Vereinsförderungen und den Vorwürfen rund um den Verein „Kinderfreunde“ fordert der stellvertretende Team-Kärnten-Klubobmann Gerhard Klocker eine lückenlose und transparente Aufklärung der gesamten Causa. Die festgestellten Mängel zeichneten ein äußerst problematisches Bild, so Klocker: „Solange nicht alle Empfehlungen des Landesrechnungshofes vollständig umgesetzt sind, darf nicht zur Tagesordnung übergegangen werden.“
Klocker verweist darauf, dass der Verein seit 2020 offenbar zumindest 15 Millionen Euro an öffentlichen Geldern erhalten habe und auch für 2026 erneut hohe Förderungen vorgesehen seien. Besonders kritisch sieht er die Neugründung der „Pro Schüler:in Schulsupport gemeinnützige GmbH“, die aufgrund eines erfolgten Regierungssitzungsbeschlusses Förderungen von über vier Millionen Euro erhalten soll und deren alleiniger, 100 Prozent-Gesellschafter wiederum die Kinderfreunde Kärnten seien. „Diese Konstruktion und die Vergabepraxis sind hinterfragenswert und müssen vollständig offengelegt und aufgeklärt werden“, so Klocker, der dazu eine umfassende Landtagsanfrage ankündigt.
Klocker fordert auch SPÖ-Parteiobmann Fellner zu einer klaren Stellungnahme auf: „Wer lautstark in der Causa ÖGB Auskünfte und Transparenz einfordert, muss selbst bereit sein, vollständige Aufklärung zu liefern, zumal die Kinderfreunde eine langjährige, politisch nahestehende Organisation der SPÖ gewesen sind.“ Es gehe hier um den verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld und um das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik, so Klocker abschließend.