Gerhard Köfer zum PCR-Test-Chaos in Kärnten: „Dilettantismus in Reinkultur“

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„Dilettantismus in Reinkultur.“ So bezeichnet Team Kärnten-Chef Bürgermeister Gerhard Köfer das immer größer werdende Chaos rund um die PCR-Tests in Kärnten: „Das Versagen reicht von nicht verfügbaren Tests, über Auswertungen, die tagelang auf sich warten lassen bis hin zur Auswahl eines Labors, das offensichtlich für diese Aufgabe überhaupt nicht gerüstet ist.“ Für Köfer sei das aktuelle Desaster das Ergebnis von konsequentem Nicht-Handeln im Sommer: „Wir vom Team Kärnten haben bereits vor Monaten auf den Aufbau eines PCR-Testangebotes gedrängt. Beispielsweise hat Wien vorgezeigt, wie es funktionieren kann. Auch fixfertige Angebote für Kärnten wären im Sommer vorgelegen, die man von offizieller Seite her einfach ignoriert hat. Man macht es sich zu einfach, wenn man sich hier hinter dem Vergaberecht versteckt, wie kürzlich passiert.“ Dass es aktuell auch keinen „Plan B“ gebe, wie es in Kärnten rund um die PCR-Tests weitergehen soll, sei noch die Krönung des gesamten Debakels, so Köfer weiter.

„Feuer am Dach“ sei laut Köfer auch ganz besonders deshalb, weil jetzt sogar die Apotheker drohen, aus der gesamten Aktion auszusteigen: „Das wäre dann der Super-GAU für alle Kärntner, die auf Tests angewiesen sind, um arbeiten gehen zu dürfen.“ Noch dramatischer könnte die Situation werden, wenn eventuell in den nächsten Wochen oder Monaten eine 2G-Plus-Regel in gewissen Bereichen eingeführt wird, sprich der Notwendigkeit eines PCR-Tests, auch wenn man genesen oder geimpft ist: „So etwas würde in Kärnten angesichts der aktuell dramatischen Probleme überhaupt nicht funktionieren können. Schon jetzt ist man nicht Herr der Lage“, betont Köfer abschließend.

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