380-kV-Leitung – TK-Chef Köfer: Schutz der Bevölkerung muss im Mittelpunkt stehen

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„Der Schutz der Bevölkerung muss zu jeder Zeit im Mittelpunkt stehen und es muss auf die Bedürfnisse der Menschen vollends Rücksicht genommen werden. Mensch vor Umwelt und vor allem vor Konzerninteressen muss die Devise lauten.“ So fasst Team Kärnten-Chef Bgm. Gerhard Köfer die Ergebnisse der von ihm initiierten Landtagsenquete zu Alternativen und Auswirkungen des 380-kV-Leitungsprojektes in Kärnten zusammen: „Allein das große Interesse der Bevölkerung an dieser Enquete, die sehr sachlich geführt wurde, zeigt, wie richtig die Entscheidung war, die Abhaltung dieses Formates zu beantragen. Die fachlichen Beiträge haben eine Vielzahl an wichtigen Inputs geliefert, die in der weiteren Projektentwicklung jedenfalls Berücksichtigung finden müssen. Es muss in vielen Bereichen nachgebessert werden.“

Köfer vertritt auch weiterhin den Standpunkt, wo möglich auf Erdverkabelung zu setzen: „Dafür habe ich auch ein entsprechendes Volksbegehren – Erdverkabelung statt Monstermasten – gestartet, das von der Bevölkerung nach wie vor bei jeder Gemeinde und auch online unterschrieben werden kann. Zudem ist klar herausgekommen, dass auch bestehende Masteninfrastruktur, beispielsweise die bestehende 220-kV-Leitung, viel stärker genutzt werden und adaptiert werden sollte.“ Köfer fordert zudem eine realistische Strombedarfsprognose für die nächsten Jahrzehnte als Basis für alle weiteren Entscheidungen, wobei hier der Stromtransit eine Rolle spielen muss. Auch die zukünftige Entwicklung bei den Netzgebühren aufgrund des Projektes muss beleuchtet werden: „Hier gehen die Meinungen derzeit extrem auseinander und reichen von Senkung bis hin zu enormer Steigerung aufgrund des Ringschlusses in Kärnten.“

Ganz besonders das Thema der gesundheitlichen Auswirkungen des Projekts müssen von der Landesregierung stärker beachtet werden, verlangt Köfer: „Die Energiewende muss neu gedacht und die Bürgerinnen und Bürger in diesen Prozess mitgenommen werden. Monstermasten in unmittelbarer Nähe zu Siedlungsgebieten sind ein No-Go.“

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