Warum verschweigt man den Verbleib angekaufter Bilder im Klagenfurter Rathaus?

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Die Beantwortung einer Team Kärnten-Anfrage durch die Klagenfurter Bürgermeisterin sorgt derzeit für großes Rätselraten: „Konkret ging es bei dieser Anfrage darum, wie viele angekaufte Bilder diverser Künstler die Stadt Klagenfurt in welchem Wert besitzt und wie viele davon in den Büros der Stadtsenatsmitglieder bzw. anderen städtischen Einrichtungen bzw. Abteilungen hängen. Beantwortet wurde diese Frage mit einer Liste über die getätigten Ankäufe der städtischen Kulturabteilung bzw. der Stadtgalerie Klagenfurt seit 2015. Eine lückenlose Gesamtaufstellung wurde jedoch nicht beigebracht, was immer Raum für Spekulationen bietet“, sagen Gerhard Köfer und Klaus-Jürgen Jandl vom Team Kärnten. Erstaunt zeigen sich die beiden Team Kärnten-Vertreter, dass hinsichtlich der in den Stadtsenatsbüros befindlichen Bilder überhaupt keine Informationen und Details bekanntgegeben wurden: „Hiermit drängt sich unweigerlich die Frage auf, was die Stadt Klagenfurt bezüglich der mit Steuergeld angekauften Bilder zu verheimlichen hat“, so Köfer und Jandl weiter.

Nachdem sämtliche Werke mit öffentlichen Mitteln angekauft wurden, müsse es laut dem Team Kärnten einen lückenlosen Nachweis über die Kosten und den Verbleib aller Bilder geben. Köfer: „Jedes angekaufte Bild oder sonstige Kunstwerk muss katalogisiert werden, um so dessen Verbleib und momentanen Besitz nachvollziehen zu können, was offensichtlich nicht passiert ist.“ Für Köfer stelle sich daher eine Vielzahl an Fragen: „Warum will man keine Auskunft über die genaue Anzahl, den Verbleib und den Wert jedes einzelnen Bildes geben, obwohl diese mit öffentlichen Mitteln angekauft wurden? Sind eventuell Bilder aus dem Besitzstand der Stadt mysteriös abhandengekommen? Wenn dies der Fall sein sollte, müsste eine eigene Untersuchungskommission eingesetzt werden. Eigentlich müssten die Stadtverantwortlichen auf Knopfdruck all diese Fragen beantworten können.“ Jandl: „Wir verlangen, dass die gesamte Causa überprüft wird, der Untersuchungszeitraum muss sich dabei vom Beginn der 1990er-Jahre bis heute erstrecken.“ Die Stadt müsse laut Köfer selbst ein großes Interesse an einer lückenlosen und transparenten Aufarbeitung haben.
Im Zusammenhang mit der gegenständlichen Anfragebeantwortung kritisiert Jandl die Bürgermeisterin für ihr geringes Auskunftsbekenntnis: „Es ist leider festzustellen, dass seit ihrem Amtsantritt Anfragen der Opposition überhaupt nicht oder nur teilweise beantwortet werden.“

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