Strafe fürs Zusammenleben: Angewandte Praxis ist krank und weltfremd

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Entrüstet zeigt sich Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer über die Behördenpraxis, dass mehrere Kärntner Strafverfügungen erhalten haben, weil sie trotz Corona-Infektion weiterhin mit dem Partner im selben Haushalt zusammengelebt haben: „Wie krank ist diese Vorgangsweise bitteschön? Wo soll der Partner hin „flüchten“? Ein Verbleib in der gemeinsamen Wohnung bzw. im gemeinsamen Haus ist in 99 Prozent aller Fälle völlig alternativlos.“ Zudem weist Köfer darauf hin, dass oftmals die Lebenspartner Corona-Kranke pflegen bzw. betreuen müssen: „Dürfen sie das zukünftig auch nicht mehr?“ Köfer fordert, dass diese völlig wirre und weltfremde Vorgehensweise der Behörden sofort abgestellt wird und schließt sich auch jenen Rechtsmeinungen an, die hier von einer glasklaren Verfassungswidrigkeit ausgehen.

TK-Chef Köfer rät jedem Betroffenen, gegen diese widersinnige Strafe Einspruch einzulegen und fordert zudem die umgehende Vorlage einer Statistik, wie viele Strafen für das Zusammenleben bis jetzt von den Behörden ausgesprochen wurden. Dass die gesamte Vorgehensweise vom Land sogar noch gerechtfertigt und gutgeheißen wird, lasse aus der Sicht Köfers „tief blicken. Von sozialem Bewusstsein und Menschlichkeit hat man bei den offiziellen Landesstellen offensichtlich noch nichts gehört.“

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