SPÖ/ÖVP-Koalition peitscht Veräußerung von Drauhofen trotz großer Bedenken durch

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Erstaunt zeigt sich Team Kärnten-Chef Bürgermeister Gerhard Köfer über das Vorgehen der SPÖ/ÖVP-Koalition bezüglich des Vertrages über den Verkauf der ehemaligen landwirtschaftlichen Fachschule Drauhofen inklusive land- und forstwirtschaftlicher Flächen, der in der Landtagssitzung eiskalt durchgeboxt wurde: „Und das ist trotz zahlreicher offener Fragen und Ungereimtheiten, vor allem was den Wert der mitveräußerten Flächen betrifft, passiert. Sogar die FPÖ, die im zuständigen Landtagsausschuss den Verkauf noch vollends mitgetragen hat, wollte den Deal in dieser Art und Weise im Landtag nicht mehr mitbeschließen.“ Für Köfer ist es höchst zweifelhaft, dass die Flächen in den vergangenen Jahren laut Gutachten, anstatt deutlich im Wert zu steigen, sogar weniger Wert wurden als noch im Jahr 2016: „Das ist völlig unverständlich und steht im krassen Widerspruch zur allgemeinen Entwicklung im Immobilienbereich.“

Köfer kündigt als Team Kärnten-Fraktionschef im Landtag an, dass er intern über eine mögliche Prüfung des gesamten Deals durch den Kärntner Landesrechnungshof beraten werde: „Uns geht es hierbei um völlige Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Sinne der Steuerzahler. Insbesondere der Kaufpreis von nur knapp drei Millionen Euro wirft nach wie vor große Fragen auf, ebenso, was rund um Drauhofen überhaupt passieren wird. Dem Landtag liegen kein Strategieplan und keinerlei schriftliche Details zur Zukunft des Schlosses vor.“ Laut Köfer muss ebenfalls aufgeklärt werden, ob und welche Nebenabsprachen, sprich Sideletter, zwischen Vertretern des Landes und Herrn Kulterer, als Käufer, geschlossen wurden.

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