Neue Arbeitsmarktdaten kein Grund für Jubelstimmung

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„Angesichts von 20.249 Personen, die in Kärnten als arbeitslos gemeldet sind, kann sicherlich noch von keiner positiven Entwicklung gesprochen werden. Der Kärntner Arbeitsmarkt befindet sich weiter in keinem guten Zustand“, urteilt Gerhard Köfer vom Team Kärnten, der festhält, dass ständige Schönfärberei und Schönrederei der Situation Kärnten sowie die von Arbeitslosigkeit betroffenen Bürger nicht weiterbringen. Kärnten liege, so Köfer, was die Arbeitslosigkeit betrifft, über dem Österreichschnitt: „Zudem haben wir nach Wien die zweithöchst Arbeitslosenquote aller Bundesländer zu verzeichnen.“

Köfer ergänzt, dass die derzeit vorsichtig positive Stimmung am Arbeitsmarkt vorwiegend mit Faktoren zu tun hat, auf die die Kärntner Landespolitik nahezu keinen Einfluss hat: „Die aktuelle Entwicklung ist hauptsächlich der Konjunktur, dem Export, also auch der wirtschaftlichen Entwicklung in anderen Ländern und saisonbedingten Erscheinungen zu verdanken. Ohne nachhaltige Reformen und Steuersenkungen wird die aufkeimende Hoffnung gleich wieder zerstört sein.“

Unternehmen brauchen, wie Köfer betont, endlich bessere Rahmenbedingungen, um zusätzliche Jobs schaffen zu können: „Bürokratische Hürden müssen radikal gesenkt, Gesetze ausgemistet und die Verwaltung reduziert werden: Das schafft Anreize, die dringend benötigt werden. Hier hat Kärnten seine Hausaufgaben zu erledigen.“ Köfer mahnt zudem, dass das Projekt „Standortmarketing Kärnten“ endlich umgesetzt wird: „Auch hier haben wir massiven Aufholbedarf. Kärnten muss als Standort für neue Betriebe aber auch für Fachkräfte aktiver vermarktet werden. Es muss noch heuer mit Standortmarketing begonnen werden.“

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