Landhaushof: Geltungsbedürfnis vernichtet Steuergeld und Natur

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Wenig erstaunt zeigt sich Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer über den sündhaft teuren Umbau des Landhaushofes in Klagenfurt und das damit zur Schau gestellte Geltungsbedürfnis von SPÖ und ÖVP: „Diesem Darstellungsdrang fallen nicht nur rund zwei Millionen Euro an Steuergeld zum Opfer, sondern auch mehrere gesunde Bäume, die quasi über Nacht entfernt wurden.“ Wie Köfer betont, fehlen im Landesbudget Mittel für die wirklich wichtigen Themen, wie zum Beispiel Bildung und die Bekämpfung der Armut. Stattdessen wird auf solche Prestigeprojekte gesetzt. Laut Köfer würde das Projekt auch beweisen, dass die Kärntner Regierungskoalition alles andere als „For Forest“ ist: „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur ist für die Vertreter von SPÖ und ÖVP scheinbar nur im Stadion, nicht aber im Landhaushof gegeben. Einheimische Bäume müssen weichen, weil der Landtagspräsident das so haben will. Im Gegenzug werden jedoch für das Wald-Projekt im Stadion Bäume über tausende Kilometer herangekarrt. Einen noch größeren Widerspruch gibt es gar nicht.“

Das immer wieder für den teuren Umbau ins Treffen geführte Argument der notwendigen Barrierefreiheit, lässt Köfer nur teilweise gelten: „Ein barrierefreier und ausreichend breiter Weg in der Mitte des Platzes mit Anbindung zum Landhaus wäre ein für alle Seiten sinnvoller und vor allem deutlich kostengünstiger Kompromiss gewesen. Aber dafür fehlte es am notwendigen politischen Gespür.“

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