Kunstinitiative in Kassel beweist: Wald-Projekt in Klagenfurt nicht unbedingt neu

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Das Team Kärnten hinterfragt weiterhin das höchst umstrittene Wald-Projekt im Stadion. Wie Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer aufzeigt, gab es bereits 1982, also vor 37 Jahren, in der deutschen Stadt Kassel eine ähnliche Aktion: „Das Projekt „7.000 Eichen“ wurde damals vom Künstler Joseph Beuys realisiert. Direkt vor einem Museum wurden damals 7.000 große Basaltblöcke abgeladen. Von 1982 bis 1987 sollte dann nach und nach jeder der Basaltblöcke entfernt und durch einen Baum ersetzt werden. Das allerdings nur dann, wenn sich jemand durch eine Baumpatenschaft bereit erklärte, die Kosten für die Pflanzung eines Baumes zu tragen. Durch das Projekt wurden tatsächlich tausende Bäume gepflanzt.“ Laut Köfer zeigt dieses Beispiel, dass die Idee Littmanns, nämlich konzentriert viele Bäume zu pflanzen, nicht besonders neu ist.

Köfer stößt sich auch daran, dass für „For Forest“ Bäume aus Italien, Holland und Deutschland über tausende Autobahnkilometer nach Kärnten gebracht worden sind: „Und das in einem so waldreichen Bundesland. Das klingt beinahe nach einem verspäteten Aprilscherz.“ Er, Köfer, sieht auch einen kuriosen Zusammenhang zwischen dem Baum-Projekt und dem Umbau des Landhaushofes: „Während für den Stadionwald Bäume aus halb Europa herbeigeschafft werden, fallen dem Umbau des Landhaushofes schöne und gesunde Bäume zum Opfer. Das zeigt, wie sehr sich die Politik von SPÖ und ÖVP in Stadt und Land auf dem „Holzweg“ befindet und wie wenig konsequent gewisse Sachen zu Ende gedacht werden.“

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