Köfer: Krieg in der Ukraine hat massive Auswirkungen auf Kärnten

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Von einer Mammutaufgabe und großen Herausforderungen für unser Bundesland Kärnten spricht Team Kärnten-Chef Bürgermeister Gerhard Köfer, angesichts der massiven Auswirkungen des Krieges in der Ukraine: „Bereits jetzt sind deutlich über zwei Millionen Menschen aus der Ukraine vertrieben worden und diese Entwicklung droht sich in den kommenden Monaten zu verschärfen. Aktuellen Prognosen zur Folge könnte es passieren, dass 150.000 aus der Ukraine Vertriebene dauerhaft in Österreich bleiben wollen, was eine Vielzahl an Aufgabenstellungen bedeutet.“ Köfer warnt in diesem Zusammenhang davor, dass Österreichs und Kärntens Aufnahmekapazitäten nicht unbegrenzt sind: „Dazu kommt noch, dass wir auch innerhalb Kärntens und Österreichs große soziale Probleme zu lösen haben. Allein in Kärnten sind bis zu 100.000 Bürgerinnen und Bürger von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht oder betroffen, Tendenz weiter steigend.“

Heruntergebrochen auf Kärnten könnten die aktuellen Zahlen bedeuten, dass bis zu 9.500 Ukrainer dauerhaft in Kärnten bleiben werden: „Damit verbunden ist die Notwendigkeit von Kindergarten- und Schulplätzen bis hin zu Aufgaben im Bereich des Arbeitsmarktes wie auch des Sozialsystems. Ich appelliere an alle, dass wir, auch gesamteuropäisch, aus den Fehlern der Flüchtlingskrise 2015/2016 lernen und daraus die richtigen Lehren ziehen.“ Köfer fordert, trotz aller Notwendigkeit für humanitäre Hilfe für aus der Ukraine Vertriebe, nicht auf die eigenen Probleme zu vergessen. Ebenfalls sei, so Köfer weiter, zu bedenken, dass neben dem Krieg in der Ukraine auch das „normale“ Asyl-Systems in Kärnten und Österreich weiterläuft: „Auch hier verzeichnen wir vermehrt Ankünfte von Syrern oder Afghanen. Es darf zu keiner Überlastung des gesamten Systems kommen.“

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