Kinderstipendium: „Durchschaubares Wahlkampf-Manöver von SPÖ und ÖVP“

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„Ausgerechnet wenige Monate vor der Landtagswahl soll das seit vielen Jahren verzögerte Kinderstipendium mit der Übernahme der durchschnittlichen Elternbeiträge umgesetzt werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, kommentiert Team Kärnten-Chef Bürgermeister Gerhard Köfer, der daran erinnert, dass das Wahlversprechen der SPÖ aus 2013 über Jahre nicht Realität wurde: „Die jetzige Ankündigung ist ein für jedermann durchschaubares Wahlkampf-Manöver.“ Köfer merkt auch an, dass abseits der Elternbeiträge im Kinderbildungs- und -betreuungsbereich viele große Herausforderungen und Probleme unbearbeitet bleiben: „Die zentrale Frage ist, wie wir die Qualität in den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen konsequent steigern können, im Sinne der Kinder und der Eltern. Auch das Personal ist an ihrer Belastungsgrenze angelangt.“ 

Wie Köfer unterstreicht, setze sich das Team Kärnten bereits seit Jahren dafür ein, dass es im Kinderbildungsbereich zu Strukturverbesserungen und zu einer Qualitätsoffensive kommt: „Ein Hauptproblem in den Kindergärten ist sicherlich die Gruppengröße. Die Betreuungsquote muss gesenkt werden und zusätzliches Personal zum Einsatz kommen, um die frühkindliche Bildung zu stärken.“ Ein weiteres großes Problem seien, laut Köfer, die Öffnungszeiten: „Oftmals haben Kindergärten länger geschlossen als der Urlaub der Eltern andauert. Diese Öffnungszeiten passen mit den Lebensrealitäten vieler Eltern überhaupt nicht zusammen, vor allem Alleinerziehende leiden massiv darunter.“ 

Köfer stößt sich auch daran, dass die Koalition mit dem neuen Kinderbetreuungsgesetz seit Jahren säumig sei: „Elternbeitragsfreie Kinderbetreuung ja – aber es muss auch die Qualität stimmen. Das neue Gesetz wird seit vielen Jahren verschleppt und damit einhergehend auch die dringend notwendigen Verbesserungen in diesem Bereich.“ Köfer betont zudem, dass die Gemeinden finanziell nicht mehr in der Lage sein werden, sämtliche Verbesserungen budgetär zu ermöglichen: „Daher sind zusätzliche Mittel des Bundes und des Landes notwendig. Die Bundesmilliarde ist ein erster Schritt, sorgt aber nicht für jene finanziellen Möglichkeiten, die wir eigentlich benötigen würden.“

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