Glyphosat-Verbot: Viel Lärm um nichts

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„So lenkt man von den wahren Problemen eines Landes ab: Man lässt sich als Umweltschutz-Robin Hood feiern und in Wahrheit steckt nichts dahinter. Wird das Kärntner Glyphosat-Verbot dafür sorgen, dass zukünftig ein Beamter der Bezirkshauptmannschaft dem Hobby-Gärtner über die Schulter schaut, ob er beim „Auszupfen“ von Unkraut bei seiner Gartenbegrenzung wohl kein Glyphosat verwendet?“ Diese berechtigte Frage stellt Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer bezüglich des aktuellen „PR-Gags“ der Kärntner SPÖ namens Glyphosat-Verbot: „Fakt ist, dass alle gewerblichen Anwender und die gesamte Landwirtschaft von diesem Gesetz nicht betroffen sind. Auch die ÖBB muss sich nicht an dieses Verbot halten. Dabei sind das aber jene Gruppierungen, die dieses gesundheitsgefährdende Mittel gezielt und in enormen Mengen einsetzen. Der Umwelt wird dieses Mickey-Maus-Gesetz nicht wirklich helfen. Da wird viel heiße Luft mit wenig Substrat verbreitet.“

Laut Köfer müsse dafür Sorge getragen werden, dass auch sämtliche Gemeinden auf den Einsatz von Glyphosat verzichten. Für ihn würde ein Glyphosat-Verbot nur dann Sinn machen, wenn der Bund gleichzeitig mit dem Verbot im Privatbereich, auch der Anwendung in der Landwirtschaft bzw. in der Industrie und bei sonstigen Unternehmen einen Riegel vorschiebt: „Die Kärntner Regelung ist nicht mehr als Symbolpolitik mit möglicherweise fatalen Folgen: Kleine Hobby-Gärtner sowie private Haushalte werden unter Generalverdacht gestellt und Glyphosat-Anzeigen bei Nachbarschaftsstreitigkeiten werden so nahezu heraufbeschworen. Aus unserer Sicht ist auch fraglich, wie die Bezirkshauptmannschaften in die Gärten der Kärntnerinnen und Kärntner eindringen werden, um die Verwendung von Glyphosat zu kontrollieren.“

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