Corona-Öffnungsschritte – „Hiobsbotschaft für hunderte Gastronomiebetriebe in Kärnten“

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Massives Unverständnis äußert Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer in Bezug auf die heute von der Bundesregierung präsentierten Öffnungsschritte: „Während der Handel nächste Woche öffnen darf, bleibt die Gastronomie weiter geschlossen. Bürger dürfen sich also durch den Baumarkt oder das Bekleidungsgeschäft drängen, aber nicht im Wirtshaus sitzen.“ Köfer sieht in den heutigen Ankündigungen der Regierung eine Hiobsbotschaft für die leidgeprüfte Gastronomie und Hotellerie: „Viele Betriebe haben sich bereits intensiv auf das so wichtige Vorweihnachtsgeschäft vorbereitet und umfassende Sicherheitskonzepte erstellt sowie beheizbare Außenbereiche errichtet. All diese Bemühungen sind jetzt völlig wert-und zwecklos. Zudem sinkt die Entschädigung für die Unternehmen auf 50 Prozent. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass viele Betriebe die nächsten Wochen wirtschaftlich und finanziell nicht überleben werden. Die Verluste sind nicht mehr aufzuholen.“

Einen „Raub von Zukunftschancen“ sieht Köfer darin, dass die Schulen im Oberstufen-Bereich bis auf die Maturaklassen weiter geschlossen bleiben: „Diese betroffenen Schüler sind neben der Gastronomie die Hauptverlierer der neuen Maßnahmen. Mit gestaffeltem Unterricht und ähnlichen Maßnahmen hätte man einen sicheren Schulbetrieb bewerkstelligen können. Durch die Nicht-Öffnung der meisten Oberstufen-Klassen werden weiter bildungspolitische Kollateralschäden produziert, die nicht mehr behoben werden können.“ Besonders irritiert zeigt sich Köfer darüber, dass ab 24. Dezember Skifahren erlaubt sein wird: „Das passt mit anderen Öffnungsschritten überhaupt nicht zusammen und riecht verdammt nach Klientelpolitik. Andere Sportarten bleiben verboten, während man sich in Gondeln quetschen darf. Kurz, Kogler und Co. scheinen vor der mächtigen Ski-Lobby in die Knie gegangen zu sein.“ Köfer sieht sich beinahe an Marie Antoinette erinnert: „Dann sollen sie doch Ski fahren!“

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