Corona-Maßnahmen – Köfer sieht Angriff auf Gastronomie und Hotellerie

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Heftige Kritik äußert Team Kärnten-Chef Bürgermeister Gerhard Köfer an der bekannt gegebenen gestaffelten Öffnung in Kärnten: „Kaiser und Co spielen hier Branchen untereinander aus. Während der Handel bereits am Montag öffnen darf, wird der wichtige Bereich der Gastronomie und Hotellerie weiter hingehalten. Gerade die Gastro und die Beherbergungsbetriebe leiden unter dem aktuellen Lockdown, verbunden mit Millionenverlusten. Leider muss man sagen, dass durch die neuen Maßnahmen in Kärnten diese Bereiche nahezu zerstört werden. Das gerade deshalb, weil dort umfassende Sicherheits- und Hygienekonzepte vorhanden sind, die auch Geld gekostet haben. Die Gastronomie und die Hotellerie sind gewiss keine Treiber der Pandemie.“ Für Köfer ist es zutiefst unverständlich, dass man am Montag den ganzen Tag einkaufen gehen kann, aber keinen Kaffee trinken: „Es gibt keine sachliche Rechtfertigung für die spätere Öffnung von Branchen wie der Gastro.“

Köfer stößt sich zudem daran, dass Kaiser bis Donnerstag zugewartet hat, um die neuen Maßnahmen zu präsentieren: „Als einziges Bundesland ist Kärnten hier zum Sonderfall geworden. Alle anderen Bundesländer haben bereits gestern für klare Verhältnisse gesorgt. Hier wurde den Betrieben Zeit für Vorbereitungsarbeiten und Planungen geraubt.“ Die Sonderregelung in Kärnten sorgt auch dafür, dass man schon vor Freitag nächster Woche Sport- und Kulturveranstaltungen besuchen kann, aber kein Restaurant: „Wer soll so etwas verstehen?“, hinterfragt Köfer, der zudem ausführt, dass beispielsweise Tirol und Vorarlberg sehr wohl am Montag Öffnungen der Gastro und der Hotellerie zulassen: „Das sorgt auch dafür, dass Betriebe in Kärnten klare Nachteile im innerösterreichischen Wettbewerb haben. Ein Hotel im oberen Drautal darf am Montag nicht öffnen. Eines, im wenige Kilometer entfernten Osttirol sehr wohl. Das ist zutiefst unverständlich.“

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