Corona: Landesregierung mit Krisenkoordination heillos überfordert

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In einer Reaktion auf die Bilanz-Pressekonferenz der SPÖ/ÖVP-Landesregierung für 2020 hält Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer fest, dass LH Kaiser und LR Gruber vergessen haben, zu erwähnen, was rund um die Bewältigung der Corona-Pandemie alles falsch und schief gelaufen ist bzw. noch immer schief läuft: „Es begann mit der von mir aufgedeckten Lagerung von Coronatest-Proben neben toten Tieren, über Corona-Bescheide, die wochenlang auf sich warten haben lassen, Verzögerungen bei der Übermittlung von Testergebnissen bis hin zu einer dramatischen Situation in den Alters- und Pflegeheimen mit extrem vielen Todesfällen und mündete schließlich darin, dass man es als einziges Bundesland nicht geschafft hat, zeitgerecht mit den Impfungen zu beginnen. Viele Bürger hätten sich in Kärnten bereits sehr gerne impfen lassen. Dazu reihen sich noch nach wie vor extrem hohe Infektionszahlen sowie höchst fragliche Corona-Strafen.“ Zusammenfassend stellt Köfer fest, dass Prettner, Kaiser und Co mit der Krisenkoordination heillos überfordert sind: „Man hat den Sommer völlig verschlafen und sich in Sicherheit gewogen. Kärnten wurde vom Musterschüler zum Prügelknaben und das binnen weniger Wochen.“

TK-Chef Köfer sieht auch ein großes Manko darin, dass Kärntens Krankenanstalten nicht ausreichend auf eine zweite Corona-Welle vorbereitet wurden: „Das merken wir jetzt deutlich. Die Mitarbeiter, die ausgezeichnete Arbeit leisten, sind längst an ihren Belastungsgrenzen angelangt. Kärnten wird um zusätzliche Investitionen in Betten, Infrastruktur und Personal nicht herumkommen. Wir brauchen eine Ausbildungsoffensive für den Krankenanstalten- und Pflegebereich.“ Für 2021 tritt Köfer dafür ein, einen klaren Schwerpunkt auf Arbeitsmarkt und Armutsbekämpfung zu setzen: „Viele Bürger haben Corona-bedingt ihren Job verloren. Die Armutszahlen in Kärnten steigen dramatisch an. Diese Themenstellungen müssen mit größter Priorität behandelt werden.“

Ebenfalls hohe Bedeutung misst Köfer der Zukunft des Klagenfurter Flughafens bei. Hier fordert Köfer einmal mehr „völlige Transparenz“, was die aktuellen (Nach-)Verhandlungen betrifft. Auch beim Thema Raumordnungsgesetz müsse endlich die Beschlussfassung erfolgen.

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