800.000 Euro für sinnentleerte „Tabakpräventionsstrategie“

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Nicht weniger als 800.000 Euro (!) an öffentlichen Mitteln wurden in Kärnten für die Umsetzung einer äußerst zu hinterfragenden Tabakpräventionsstrategie beim Fenster hinausgeworfen. Darauf macht Landesrat Gerhard Köfer aufmerksam, der vor allem einige Schwerpunkte der Strategie heftig kritisiert: „Beispielsweise wurde Geld für knapp 10.000 Broschüren vernichtet, die wohl sofort nach der Verteilung im Müll landeten. Ähnlich dürfte sich das mit rund 700 Plakaten zur Veranschaulichung der schädlichen Substanzen im Tabakrauch verhalten haben, die Schulen zur Verfügung gestellt wurden.“ Auch der Ausbildung zum Rauchstopp-Trainer und einem „Wettbewerb mit Wissensquiz“ kann Köfer nichts abgewinnen: „Ziel dieser Strategie war es wohl vielmehr, die Gesundheitsreferentin in der Öffentlichkeit zu pushen und der Gebietskrankenkasse eine weitere Aufgabe zu übertragen.“ An Skurrilität kaum mehr zu überbieten sei zudem, so Köfer weiter, dass laut dem Regierungssitzungsbericht zu diesem Thema eine durchgeführte Evaluierung gezeigt haben soll, dass durch die Kampagne ein „nachweislicher Umdenkprozess eingeleitet“ worden sei: „Das beweist, wie geduldig Papier ist.“

Er, Köfer, spricht sich jedenfalls in aller Klarheit dafür aus, diese Steuergeldvernichtungskampagne namens Tabakpräventionsstrategie keinesfalls fortzusetzen: „Diese viel Rauch um nichts-PR-Aktion soll sich bestenfalls gleich in Luft oder Rauch auflösen. 800.000 Euro für solch eine sinnentleerte Strategie können und dürfen wir uns kein weiteres Mal leisten.“ Ebenfalls klare Ablehnung äußert Köfer bezüglich der Anhebung des „Raucher-Schutzalters“ auf 18 Jahre: „In Österreich gilt: Sex und Gefängnis ab 14, Wählen und Alkohol ab 16 und mit 17 darf man selbstständig ein Auto lenken. Der Gesetzgeber erachtet also 14-jährige Jugendliche als reif genug, um für die Gesamtheit ihrer Handlungen die Verantwortung zu übernehmen, ab 16 darf jeder Österreicher die demokratische Entwicklung des Landes aktiv mitgestalten und jeder 17-Jährige mit Führerschein darf am Steuer eines Autos im Straßenverkehr unterwegs sein. Somit wäre es nur logisch, wenn ein 16-Jähriger weiterhin eigenverantwortlich die Entscheidung treffen darf, ob er raucht oder nicht.“

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