10. Oktober: Stures Festhalten an Festveranstaltungen als verantwortungsloser Akt der Koalition

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Clusterbildungen in Hermagor und Völkermarkt. Geschlossene Schulen, geschlossene Klassen und geschlossene Kindergärten. Ständig steigende Infektionszahlen und Hospitalisierungen: „Trotz all dieser dramatischen Corona-bedingten Entwicklungen will das Land Kärnten – koste es, was es wolle – die Festsitzung zum 10. Oktober am Samstag, zum Teil in einem geschlossenen Raum, durchziehen. Ich fordere einmal mehr, dass in Anbetracht der aktuellen Gesamtsituation und der auch von dieser Veranstaltung ausgehenden möglichen Gefahr, die Feierlichkeiten in das nächste Jahr zu verlegen“, so Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer. Für Köfer demonstrieren Kaiser & Co. mit dem sturen Festhalten am „VIP-Festreigen“ ihre Abgehobenheit: „Die Kärntner Bevölkerung bleibt nämlich von allen Veranstaltungen größtenteils ausgesperrt. 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung so zu begehen, ist nicht nur unpassend, sondern dem so wichtigen Ereignis gegenüber absolut unwürdig. Das Kärntner Heimatlied muss mit Maske gesungen werden – eine totale Farce droht. Eine Verschiebung um ein Jahr ist für mich die einzige sinnvolle Maßnahme, um es so allen Kärntnerinnen und Kärntnern zu ermöglichen, an der Festveranstaltung aktiv teilzunehmen.“

Köfer untermauert seine Forderung auch damit, dass 2020 weitaus größere Veranstaltungen, wie beispielsweise die Fußball-EM oder die Olympischen Spiele, verschoben wurden: „Nur in Kärnten will man auf Gedeih und Verderb an der Festsitzung festhalten und die Feierlichkeiten einfach durchpeitschen. Was auch noch dazukommt, ist, dass sich im Großen Wappensaal des Landhauses viele Personen aufhalten werden, die klar der Corona-Risikogruppe zuzuzählen sind. Das ist ein völlig unverantwortlicher Akt, den Kaiser und die Landesregierung hier begehen. Wer wird die Verantwortung übernehmen, wenn von dieser Veranstaltung tatsächlich eine Infektionswelle ausgeht und beinahe das ganze „offizielle“ Kärnten in Quarantäne geschickt werden muss? Die Vorgänge rund um das Weiße Haus sollten uns Mahnung und Auftrag genug sein.“ Köfer könne sich aber als Alternative vorstellen, heuer kleine, würdige Veranstaltungen an den Denkmälern in den Kärntner Tälern und Bezirken abzuhalten: „Mit Sicherheitsabstand und ohne Risiko.“

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